Hortbereich – Blitzgiraffen

Chemie im Hort

Dieses Jahr wählten die Kinder für ihr Herbstferienprogramm das Thema Chemie.

Da gab es viel umzugestalten in unseren Räumen, schließlich wollten wir eine echte Laboratmosphäre schaffen.

Wir kleideten einen Teil des Raumes komplett mit Rettungsfolie aus um eine „sterile Umgebung“ zu schaffen. Die Kinder mussten den Raum durch eine „Schleuse“ betreten. Ausgestattet war unser Labor mit Arbeitstischen, Reagenzgläsern, vielen chem. Stoffen zum Experimentieren und dank der Hilfe einiger Eltern, mit echten Laborutensilien.

Wir warteten alle voller Vorfreude auf unseren „ersten Arbeitstag“ im Chemielabor.

Am Anfang haben wir uns mit der Theorie der Chemie befasst. Was ist Chemie? Wozu brauchen wir sie? Welche Stoffe/ chemischen Verbindungen kennt ihr, wo finden wir überall Chemie?

Das Fazit der Kinder war, dass die Chemie ständig um uns herum ist, zu unserem Leben gehört und unser Leben in vielen Dingen erleichtert hat. Fast alles um uns herum ist Chemie.

Zu Beginn haben wir mit den Kindern Langzeitexperimente angesetzt, es wurden Kristalle gezüchtet,

und Experimente mit Desinfektionsmittel durchgeführt (in Bezug auf die momentane Corona Situation). Eier wurden in Essig Essenz eingelegt, Schleim wurde hergestellt und vieles mehr.

Die Kinder hatten viel Spaß an ihren eigenen Experimentierversuchen, da wurde gemischt was das Zeug hält und einige Kinder konnten die Erfahrung sammeln, dass sich nicht alle Stoffe vertragen. So kam es beim Herstellen von Alienschleim auch einmal zu einer kleinen Explosion. Bei der der Schleim bis an die Decke spritzte und uns wohl noch eine ganze Zeit lang an unser Ferienprojekt erinnern wird.

Bei jedem Experiment führten die älteren Kinder immer ein Versuchsprotokoll, so mussten vor dem Versuch schon Vermutungen angestellt werden, was wohl bei der Vermischung verschiedener Stoffe passiert.

Erfahrungen wurden gesammelt, dass manche Experimente funktionieren und andere umgeändert oder neu angesetzt werden müssen. Manches benötigt auch einfach etwas Zeit.

Es wurde auch etwas Theorieunterricht angeboten, wir erstellten ein riesiges Periodensystem, wir haben die unterschiedliche Dichte vieler Stoffe untersucht. In diesem Rahmen entstand für jedes Kind eine Lavalampe.

Auch Kochen und Backen ist mit Chemie verbunden, so stellten wir einen Hefeteig her (natürlich mit anschließenden Hefeexperimenten), wir haben bunte Pfannkuchen gebacken, Brausepulver selbst hergestellt, Käse hergestellt und aus Teig Nudeln. Die super lecker mit Pesto geschmeckt haben.

Unsere Ausflüge nach Mainz und Frankfurt mussten wegen der aktuellen Corona Situation leider ausfallen, dafür gingen wir an 2 Tagen in der näheren Umgebung wandern, wir sammelten dabei verschiedenfarbige Erden und stellten daraus in unserem Labor Erdfarben her. Damit konnten wir wie die Steinzeitmenschen malen und Abdrücke herstellen.

Bei der Fam. Schneider konnten wir im Weingut näheres über die Chemie des Weines erfahren.

Die Kinder staunten über den Labortisch im Weinkeller und Herr Müller erzählte den Kindern sehr anschaulich, wozu die ganzen Reagenzgläser und Utensilien zur Weinherstellung benötigt werden.

Natürlich durfte am Schluss der leckere Traubensaft von allen probiert werden.

Vielen Dank für diesen tollen Vormittag.

Abschluss unserer Herbstferien war das gemeinsam gestaltete Erntedankfest in der Martinskirche.

Die Kinder spielten die Geschichte vom Sämann und trugen ihre selbst formulierten Fürbitten vor.

Die Kinder waren in diesen 2 Wochen voller Forschungseifer und unser Projekt in den Herbstferien hat allen viel Spaß bereitet.

Eva, Daniel und Sandra